Stammbaum der Familie Prieb
des christlichen Glaubens (ev.-lutherische Kirche seit dem XVI. Jahrhundert)

Familien Prieb - Stark - Möllmann - Fein - Falz -
Elisabeth von Schlippe, geb. Falz-Fein - Maria von Skadowsky, geb. von Schlippe -
Alexander Falz-Fein - Sophie von Skadowsky, geb. Falz-Fein -
Boris von Skadowsky: Biographie

Erforscht und aufgestellt sowie Webdesign von Dr. Viktor Prieb (www.literatur-viktor-prieb.de und www.materialforschungsservice-dr-prieb.de) nach historischen und archivalischen Dokumenten (Siehe dazu sein Buch "Der Zug fährt ab"), Ergänzungen von Brian Schatz aus Kanada (Taufdaten und -zeugen aus den Gemeindebüchern aus den Jahren 1833-1885 im Gebiet Jekaterinoslav) sowie nach Erinnerungen und Informationen von:
Eduard Christian Prieb; Alide Smolinsky, geb. Prieb, und Elvira Stritz, geb. Krüger, Tochter von Eugenia Prieb

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"Als der Großvater noch vor dem Ersten Weltkrieg starb, kamen zu seinem Begräbnis nach Prischib etwa 100 verwandte Prieb-Familien" - erzählte Tante Aliede weiter.
"Interessant!" - dachte ich - "Und in Sibirien waren wir alleine "begraben" und sich selbst überlassen. Auch noch mit so einem komischen Namen, der weder im Russischen, noch im Deutschen irgendeine übersetzte Bedeutung findet.

Wo sind sie denn alle geblieben - diese hundert Familien?.." - gerade diese Frage versucht jetzt diese Familienchronik zu beantworten...

Zum 200-jährigen Jubiläum
der Familie Falz-Fein in Russland:

Die vollendete Ausgabe ihres Stammbaums
vom Familienhistorikern Boris v. Skadowsky und Dr. Viktor Prieb. Berlin, 2007
(Lesen Sie dazu Kommentare von Boris v. Skadowsky als PDF-Anlage)

Baron Eduard Alexandrovitsch v. Falz-Fein
feierte am 14.09.2012 sein 100-jähriges Jubiläum!!!

Die Biographie von Boris Sergeewitsch von Skadowsky -

der Nachkomme der Familie Falz-Fein sowohl väterlicher- (Elisabeth) als auch mütterlicherseits (Alexander Ivanovitsch),
ihr Historiker und Autor ihres Stammbaums vom 2007

(russische Version - русская версия) -


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Geboren am 17.03.1921 in Montreux in der Schweiz, wo seine Eltern nach ihrer Flucht aus Odessa vom dort lebenden Bruder seiner Mutter - Anatolij Aleksandrowitsch Falz-Fein aufgenommen wurden.

Der Vater, Sergej (Sergeewitsch) von Skadowsky (1892-1965), Artilleriekapitän der Zarenarmee Russlands im 1. Weltkrieg, Sohn vom Gründer und Schöpfer der Stadt Skadowsk Sergej (Baltasarowitsch) von Skadowsky - des Kammerherrn bei Zarenhof und des Mitgliedes des Staatrates.

Die Mutter Sophie (Alexandrowna) von Skadowsky (1888-1945), geb. Falz-Fein, Tochter von Alexander (Iwanowitsch) Falz-Fein aus Odessa, des Landbesitzers und Besitzers von Häusern in der Gogoljstrasse mit zwei Atlanten.

Diese Familie von Skadowsky lebte später in Berlin im Kreise der großen Teile Familien Falz-Fein und von Schlippe, die sich dort nach ihrer notgedrungenen Flucht aus dem nach der Revolution im Bürgerkrieg brennenden Russland zusammengefunden hatten, und wo Boris, als ihr einziger Sohn, von klein auf begann, sich für die Geschichte seiner Vorfahren in Russland zu interessieren.

Boris (Sergeewitsch) ist in Berlin aufgewachsen und bekam dort seine Ausbildung. Sein Berufsleben begann er nach dem Krieg in Frankfurt-am-Main, wo er später zum Generaldirektor der Unternehmen für die Herstellung und internationale Vertrieb von Markierungs- und anderen Postbearbeitungsmaschinen befördert wurde.

Er war der Gründer und ist jetzt der Ehrenpräsident von "EUROBIT" (Europäische Vereinigung der Hersteller von Büromaschinen und Informationstechnik).

Trotz seiner intensiven professionellen Beschäftigung setzte Boris (Sergeewitsch) seine von ihm noch in seinen jungen Jahren begonnene Familienforschung fort.

Die Berufstätigkeit von Boris (Sergeewitsch) war immer mit vielen Geschäftsreisen durch die ganze Welt verbunden, was ihm auch die Möglichkeit anbot, seine privaten Kontakte sogar mit denen Familienmitglieder zu pflegen, die durch die ganze Welt zerstreut wurden.

Nach den politischen Veränderungen in der UdSSR gelang es ihm im Jahre 1990, zusammen mit seinem Vetter - Baron Alexander (Eduardowitsch) von Falz-Fein aus Lichtenstein - fast alle Lebens- und Tätigkeitsorte ihrer gemeinsamen Vorfahren in der Südukraine (Bad Skadowsk, Tierpark "Askania-Nowa", Cherson, Odessa und die anderen) zu besuchen, wo sie mit Ehre und Freude von dortigen Politikern und Bevölkerung willkommen hießen und auf ein Rieseninteresse und den Wunsch von ihren Gastgebern stießen, die Wahrheit über ihre Geschichte in der Zeit vor der Revolution zu erfahren.

Seitdem fühlte sich Boris (Sergeewitsch) verpflichtet, die wahre Geschichte seiner Vorfahren in Russland wiederherzustellen und zu bewahren.

Boris (Sergeewitsch) wurde zum Stammgast in der Stadt seines Großvaters Skadowsk. Er nahm fast an allen Hauptereignissen der Stadt teil, arbeitete in Archiven und Museen, eröffnete ein historisches Museum in der Schule Nr. 1, übergab mehr als 1000 Kopien von historischen Fotos und Dokumenten.

Für große Verdienste vor der Stadt wurde Boris (Sergeewitsch) von Skadowsky mit dem Titel "Ehrenbürger von Stadt Skadowsk" und mit der Ehrenabzeichnung "Für die Entwicklung und Wiederbelebung der Stadt Skadowsk" ("Za razvitok i razbudovu mista Skadowsjka") geehrt.

Als ein direkter Nachkomme von Falz-Fein der mütter- und väterlicherseits beschäftigte sich Boris (Sergeewitsch) von Skadowsky seit klein auf mit der Geschichte dieser Familie. Er besuchte den von dem Vetter seiner Mutter und seiner Großmutter väterlicherseits Friedrich (Eduardowitsch) von Falz-Fein gegründeten Tierpark "Askania-Nowa". Boris (Sergeewitsch) stand im Kontakt mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Tierparks bezüglich der Familiengeschichte des Gründers und hielt zum 100-jährigen Jubiläum des Tierparks ein Vortrag zu diesem Thema.

Odessa - die Stadt der Familie seiner Mutter Sophie (Alexandrowna), die einzigen Falz-Fein, die in ihrem architektonisch berühmten Hauskomplex mit zwei Atlanten ("das Haus mit Atlanten") in der Gogoljstrasse in Odessa lebten. In Odessa arbeitete Boris (Sergeewitsch) im Seefahrtmuseum und im Bleschtschenow-Museum an der Wiederherstellung des Andenkens an die Tätigkeiten seiner Vorfahren und im Staatsarchiv an der Geschichte der Familie Falz-Fein.

Im Jahre 2002 wendete sich an Boris (Sergeewitsch) die Historikerin aus Dresden Frau Anita Maaß, die von der Universität ein Projekt zum Thema "Ökonomischer Aufstieg und soziokulturelle Integration der sächsischen Familie Falz-Fein in Russland in Jahren 1807-1914" erhielt, mit der Bitte um die Hilfe mit historischen Materialien, da die zuverlässigen Quellen nicht ausreichend vorhanden waren.

Boris (Sergeewitsch) stellte ihr zur Verfügung sein ganzes historisches Material und alle Dokumente und arbeitete mit ihr eng zusammen, um die nächsten Verzerrungen der Familiengeschichte nach den leider bereits vielfältig in den Veröffentlichungen vorhandenen zu vermeiden. Diese Zusammenarbeit mit Anita Maaß trug zu einer tieferen Untersuchung der Geschichte von Südukraine (Südrussland) bei. Boris (Sergeewitsch) entdeckte dabei die Widersprüchlichkeit des davor von Schriftstellern und Historikern immer angegebenen Jahres 1763 als Jahr der ersten Ansiedlung des ersten Fein mit historischen Ereignissen in Taurien und somit mit der tatsächlichen Familiengeschichte. Dies ermöglichte auch, das Manuskript von Anita Maaß noch rechtzeitig zu korrigieren.

Boris (Sergeewitsch) vollendete seine Arbeit an der Familiengeschichte durch die Darstellung des vollen und zuverlässigen Stammbaums der Familie Falz-Fein mit Anlagen in drei Sprachen. Aufgrund dieses Stammbaums und der Mitarbeit mit Boris (Sergeewitsch) stellt die wissenschaftliche Monographie von Anita Maaß:

"Man glaubt, in einem Märchenlande zu sein..." Zum ökonomischen Aufstieg und zur soziokulturellen Integration der sächsischen Familie Falz-Fein in Russland 1807-1914, Dresden 2004

sowie ihre andere Veröffentlichung:

"Die Familie Falz-Fein und ihr Wirken in Russland", in: Dresdner Hefte. Beiträge zur Kulturgeschichte Bd. 74, Dresden 2003, S. 42-47

die erste zuverlässige und ausführliche Geschichte der Familie Falz-Fein in Russland dar.

Die notwendige Übersetzung dieser Arbeit ins Russische würde die lebenslange Arbeit von Boris (Sergeewitsch) von Skadowsky an der Bewahrung und Darstellung der Geschichte seiner Vorfahren Falz-Fein väterlicher- und mütterlicherseits in der Vorrevolutionszeit in Russland erfolgreich vollenden.

* * *

Boris von Skadowsky starb in Berlin im April 2011, kurz nach seinem 90-jährigen Jubiläum.


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Der ganze Stammbaum der Familie Falz-Fein auf 38 A4-Seiten mit Chroniken, Dokumenten, Texten, Landkarten und Bildern


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